Sundair nimmt Verbindung von Berlin nach Damaskus auf
18.08.2026 Quelle: Flughafen Berlin Brandenburg
Die deutsche Fluggesellschaft Sundair mit Sitz in Stralsund erweitert ihr Angebot und verbindet den BER seit Samstag, den 15.8., nonstop mit Damaskus, der Hauptstadt Syriens. Die Strecke wird künftig zweimal wöchentlich, jeden Dienstag und jeden Samstag, bedient. Damit gibt es erstmals seit 2011 wieder eine direkte Flugverbindung zwischen der deutschen Hauptstadtregion und Syrien. Möglich wird sie durch das Mitte Juli zwischen Deutschland und Syrien geschlossene bilaterale Luftverkehrsabkommen. Ende Juni 2026 wurde die Aufnahme der neuen Strecke sogar bereits ab 1. August 2026 angekündigt, doch wurden Buchungen für die ersten beiden August-Wochen schon einen Tag nach der Freischaltung wieder blockiert.
Zwei Wochen später als zunächst geplant fliegt Sundair die Strecke nach Damaskus nun aber zweimal wöchentlich. Die Flüge verlassen den BER dienstags und samstags um 11.00 Uhr und erreichen die syrische Hauptstadt um 16.05 Uhr Ortszeit. Zurück geht es um 17.05 Uhr ab Damaskus mit Ankunft am BER um 20.30 Uhr. Die Flugzeit nach Damaskus beträgt rund vier Stunden, in der Gegenrichtung sind es 20 Minuten mehr. Die Zeitverschiebung in Richtung Damaskus beträgt plus eine Stunde. Geflogen wird die Strecke mit Airbus A320 in Ein-Klassen-Konfiguration für 180 Passagiere, wovon Sundair drei Exemplare betreibt.
Die Verbindung dient in erster Linie dem ethnischen Verkehr zu Gunsten der Diaspora syrischer Auswanderer in der Hauptstadtregion und Mecklenburg-Vorpommern, sie könnte aber längerfristig auch touristisches Potential entwickeln, sofern sich die aktuell angespannte Lage in der Region einmal nachhaltig beruhigt. Als Teil ihrer Strategie, zunächst mit einer stabilen ethnischen Nachfrage neue Ziele in der Levante zu erschliessen, prüft Sundair zudem das Vorhaben, ab Ende Oktober neben Damaskus auch die syrische Stadt Aleppo zu bedienen. Neben der neuen Destination Damaskus fliegt Sundair in der Levante zudem seit bereits rund fünf Jahren nach Beirut.
Mit Fussballfans des Überraschungsteams von Djurgården Stockholm trifft der Airbus A320-214 D-ANNA der Sundair aus Stockholm in Gatwick ein. Djurgården spielt im Halbfinale der UEFA Conference League gegen den späteren Titelgewinner Chelsea, wird aber am Abend auch das Rückspiel 0:1 verlieren und ausscheiden (Joel Vogt, London Gatwick, 8.5.25).
«Die neue Verbindung von Sundair nach Damaskus ergänzt das bestehende Streckenangebot vom BER in den Nahen Osten. Für Menschen in der Hauptstadtregion mit engen persönlichen und familiären Beziehungen nach Syrien entsteht damit erstmals wieder eine direkte Reisemöglichkeit», sagt Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.
«Wir sind stolz darauf, als erste Fluggesellschaft wieder eine direkte Verbindung vom BER nach Damaskus anzubieten. Diese Strecke steht für die Wiederannäherung zwischen Deutschland und Syrien sowie für die Stärkung persönlicher, wirtschaftlicher und humanitärer Beziehungen», erklärt Marcos Rossello, Geschäftsführer der Sundair.
«Wir begrüssen den Start der ersten Direktverbindung von Berlin nach Damaskus. Dieser Schritt ist insbesondere für die grosse syrische Gemeinschaft in Deutschland von grosser Bedeutung, da er Reisen erleichtert, Wege verkürzt und damit eine konkrete Entlastung für viele Menschen schafft. Die Botschaft der Arabischen Republik Syrien in Berlin hat diesen Prozess in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen in Syrien und Deutschland kontinuierlich begleitet und die notwendigen Kontakte und Koordinierungen unterstützt», sagt MHD. Baraa Chukri, Geschäftsträger der syrischen Botschaft in Berlin. «Wir freuen uns, dass die direkte Flugverbindung zwischen beiden Hauptstädten nun aufgenommen wird, und sehen darin zugleich einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung der Verbindungen zwischen Syrien und Deutschland.»