Goodbye Lufthansa Airbus A340-600
03.11.2026
23 Jahre Vierstrahler-Ära bei Lufthansa
Am 25. November 2003 übernahm Lufthansa mit der D-AIHB ihren ersten Airbus A340-600. Insgesamt flogen 24 Exemplare des eleganten Langstreckenjets für die Kranich-Airline und brachten über 40 Millionen Passagiere rund um den Globus. Am 19. Oktober 2026 endete diese Ära: Die D-AIHW landete als Flug LH419 aus Washington D.C. in Frankfurt – der letzte kommerzielle Lufthansa-Flug einer A340-600.
Der Airbus A340-600, eine Ikone der Luftfahrt:
Mit 63,45 Metern Spannweite, bis zu rund 380 Tonnen Startmasse und einer Reichweite von etwa 13'900 Kilometern war der A340-600 für die ganz langen Strecken geschaffen. Besonders markant: das zusätzliche Hauptfahrwerk unter dem Rumpf und natürlich die vier Triebwerke – heute ein seltener Anblick, da die Vierstrahler zunehmend durch weniger Treibstoff verbrauchende Zweistrahler ersetzt werden.
Zwischen 2001 und 2010 entstanden «nur gerade» 97 Exemplare. Zu den bekanntesten Betreibern gehörten Lufthansa, Virgin Atlantic, Iberia, South African Airways, Thai Airways, Etihad und Qatar Airways. Lufthansa war mit 24 Einheiten hierbei der grösste Betreiber.
Wirtschaftlich wurde der Vierstrahler schliesslich von effizienteren Twinjets verdrängt. Für Aviatikfans bleibt der A340-600 dennoch etwas Besonderes: lang, elegant, kraftvoll – und mit vier Triebwerken einfach unverkennbar.
oben: Lufthansa war mit 24 Exemplaren der Airbus A340-600-Reihe der grösste Kunde der längsten A340-Variante. Das Foto der D-AIHS entstand acht Tage bevor die Maschine aus dem Dienst genommen wurde. Der Airbus A340-642 wurde am 28.2.2017 nach Marana geflogen, wo sie ein Jahr lang stand, ehe sie ausgeschlachtet und zerlegt wurde. (Raphael Joggi, München, 19.2.17)
unten: Das Bild zeigt die D-AIHU beim Rollen auf einem Taxiway am Flughafen München - lange Zeit ein gewohntes Bild. Jedoch hat Lufthansa seit Mitte Oktober 2026 alle verbleibenden Airbus A340-642 aus dem aktiven Liniendienst genommen. Bereits Ende April war die obige Maschine ausgemustert worden und nach Teruel geflogen worden. In der Zwischenzeit und mit weiteren längeren Aufenthalten in Manila und Frankfurt-Hahn trägt die Maschine nun die Registration D-AUSY und gehört zur Flotte von Universal Sky Carrier. Sie wurde just an dem Tag umregistriert, an welchem der letzte Passagierflug einer Lufthansa A340-600 in Frankfurt landete. (Raphael Joggi, München, 28.5.16)
Der Airbus A340-600 ist heute eine also zu einer echten Rarität am Himmel geworden. Nach dem Abschied bei Lufthansa fliegt der elegante Vierstrahler nur noch bei wenigen Airlines, darunter Mahan Air aus dem Iran und Conviasa. Mahan Air betreibt aktuell noch vier Airbus A340-600, welche auf den Strecken zwischen Teheran und Shanghai, Teheran sowie Bangkok zum Einsatz kommen. Die venezulanische Conviasa hat offiziell noch drei Stück der längsten Airbus A340-Variante in der Flotte, wobei zwei davon als abgestellt gelten und somit nur noch die YV3535 regelmässig in der Luft ist - oftmals zwischen Caracas und Havanna.
Die D-AIHK spürte im April 2004 das erste Mal Wind unter den Flügeln und im Mai 2020 zum letzten Mal. Dieser Airbus A340-642 dürfte sich vorallem bei den Spottern mit Sympathien zum FC Bayern München ins Gedächtnis gebrannt haben, denn während etwas mehr als einem Jahr trug sie eine Sonderbemalung zu Ehren des FC Bayern München. Neben dem Logo auf dem hinteren Teil des Rumpfes zierten zehn Spieler den vorderen Teil des Flugzeuges. Auf der abgebildeten rechten Seite sind dies namentlich (von vorne nach hinten): Arjen Robben, Philipp Lahm, David Alaba, Thomas Müller und Franck Ribéry (Raphael Joggi, München, 16.2.17).