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Anhand ihres Kennzeichens N672MC ist als Vorbesitzer der Hawaiian Air DC-9-51 die kurzlebige US-Low-Costerin Muse Air ersichtlich, doch erwarb die vom namensgebenden Gründer Marion Lamar Muse als Konkurrenz zu Southwest Airlines gegründete Fluglinie ihre ersten Jets ebenfalls gebraucht von Swissair. Somit hat mit der N672MC eine weitere Hawaiian-DC-9 ihre Wurzeln bei Swissair, wo sie bis Mai 1984 als HB-ISS im Einsatz stand.

Dass British Airways zu den ersten Nutzern des Airbus A320 gehörte, lag nicht etwa daran, dass die Boeing-fokussierte globale Fluglinie Grossbritanniens das Potenzial des Musters selbst erkannt hätte, sondern an einer Fusion innerhalb des Vereinigten Königreichs. Als British Airways anfangs 1988 die Konkurrentin BCAL British Caledonian übernahm, erbte sie auch deren Bestellung für zehn A320 aus früher Produktion. Die G-BUSC mit Baunummer 008 war das zweite Flugzeug aus diesem Auftrag (eine G-BUSA gab es nie), und sie hatte im Werk sogar noch die vollen Farben der BCAL erhalten, bevor sie noch vor ihrer Auslieferung in das Design der British Airways umbemalt und am 3. Juni 1988 direkt an BA ausgeliefert wurde.

Hinter der McDonnell Douglas DC-9-51 N669HA versteckt sich gleich in zweierlei Hinsicht ein spezielles Flugzeug und eine ehemalige alte Bekannte: Sie wurde im Dezember 1974 als Prototyp der DC-9-51 gebaut und von McDonnell Douglas als N54641 als Prototyp für die Musterzulassung genutzt, bevor sie im November 1975 als erste von zwölf bestellten Einheiten an Swissair ausgeliefert wurde, wo sie als HB-ISK bis zu ihrer Veräusserung im Oktober 1986 im Einsatz stand.

Auf den Flügen zwischen Hawaii und der US-Westküste ersetzten insgesamt acht Lockheed L-1011 TriStar ab Ende der 1980er Jahre die nicht mehr zeitgemässen DC-8. Die N762BE stammte aus Beständen der ANA All Nippon und wurde bei ihrer Übernahme durch den Einbau eines zustäzlichen Tanks zur Version L-1011-50 nachgerüstet.

Mit einer Bestellung von 100 Airbus A320 sorgte Northwest Airlines im Herbst 1986 für Aufsehen, zeichnete sich doch erstmals ab, dass es Airbus Industrie durchaus gelingen könnte, für die bisherigen führenden Anbieter im Markt für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge mit Standardrumpf, Boeing und McDonnell Douglas, zur ernst zu nehmenden Konkurrenz zu werden. Waren zunächst nur zehn dieser 100 Bestellungen feste Order, übernahm Northwest in der Folge schliesslich sogar 155 Flugzeuge der A320-Familie, teilweise allerdings gewandelt zum kleineren Muster A319: Insgesamt 77 A319 und 78 A320 erhielten das rot/graue Farbkleid der Airline aus Minneapolis. Die N301US mit Baunummer 031 wurde als erstes Airbus-Flugzeug bei Northwest am 6. Juni 1989 übergeben.

Als der Airbus A320-111 F-GGEA der Air Inter im Sommer 1988 in den Linienbetrieb geht, zweifeln manche Analysten noch am Erfolg des Airbus-Kurzstreckenmusters. Wer damals bereits die Fachliteratur verfolgte, erinnert sich vielleicht an Stimmen, die Airbus bessere Chancen bei einem Verbleib im Markt für Grossraum- und Langstreckenflugzeuge ausrechneten als mit dem Wagnis, den etablierten Konkurrenten Boeing und McDonnell Douglas mit einem hochriskanten Projekt wie dem A320 Konkurrenz zu machen. Nun ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Zwar wurden nur gerade 31 Einheiten des Urmodells Airbus A320-100 gebaut - leicht erkennbar an den fehlenden «Wing Fences» an den Tragflächenspitzen, darunter die Baunummer 010 F-GGEA. Das verbesserte Muster A320-200 schaffte anschliessend aber einen spektakulären Durchbruch auf dem Weltmarkt und machte aus dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen globalen Hersteller mit Werken in Europa, den USA und Asien sowie Zulieferern aus aller Welt.

In den Jahren 1987/88 mietete Loganair kurzzeitig zwei Fokker 27 Friendship von der in Stansted beheimateten Air UK an, darunter die G-BAKL.

G-BAKL

c/n: 10293

Lukas Lusser 21.6.1988 EDI

Die DHC-6-310 G-BIEM zeigt sich in den ursprünglichen Farben der Loganair, wie sie 1981 ausgeliefert wurde.

Nicht weniger als 18 verschiedene Short 360-100 wie die G-BLGB dienten ab Mitte der 1980er und bis weit in die 1990er Jahre zeitweise bei Loganair, was die schottische Airline zu einem der grössten Nutzer des liebevoll auch «Shoebox» (Schuhschachtel) genannten Commuterflugzeugs mit seiner rechteckigen und somit auch besonders geräumigen Kabine machte.

G-BLGB

c/n: SH.3641

Lukas Lusser 21.6.1988 EDI

Hawaiian Air betrieb einige ihrer «kurzen Neuner» bis Ende der 1980er Jahre. Die DC-9-14 N930EA stiess sogar erst im Juni 1986 mietweise von Emerald Air zur Flotte und verliess sie Ende 1988 wieder mit der Rückgabe an ihren Besitzer.

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