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Jet2, damals noch eine relativ neue Erscheinung am europäischen Himmel, betrieb insgesamt 26 verschiedene Boeing 737-300, wobei heute noch sieben Exemplare aktiv sind. Nicht mehr dazu gehört schon länger die B737-377 G-CELB, welche über viele Jahre auffällig auf die Verbindungen des Lowcosters in die nordenglische Grafschaft Yorkshire aufmerksam machte. Sie wurde im Januar 1987 an Ansett ausgeliefert und stiess im Juli 2003 zu Jet2, wo sie noch bis im Herbst 2015 im Einsatz stand, bevor sie in Kemble verschrottet wurde. | |
Ewig lange her scheinen die Zeiten, als EasyJet Boeing-Flugzeuge betrieb. Im Frühling 2006 waren jedoch Boeing 737 noch eher der Normalfall, während die ersten A319 erst kurz vorher zur Flotte gestossen waren. Die B737-73V wurde im Juli 2003 direkt ab Werk übernommen und stand nach der Ausmusterung im Frühling 2011 als EI-IGT bei Meridiana resp. später Air Italy im Einsatz. Im Januar 2017 wurde sie jedoch nach noch nicht mal 14 Dienstjahren im kalifornischen San Bernardino abgestellt. | |
Saudia, oder Saudi Arabian Airlines, wie der Flagcarrier des saudischen Königreichs zwischenzeitlich hiess, gehört zu den frühen Betreibern der "Triple Seven" und erhielt zwischen Dezember 1997 und August 2001 23 Boeing 777-268ER. Als erstes Exemplar stiess die HZ-AKA, Seriennummer 98, zur Flotte und stand dort fast 20 Jahre lang im Einsatz, bevor sie im März 2019 in Riad abgestellt wurde. Nach über fünf Jahren Stillstand wurde sie im November 2024 nach Fujairah transferiert, wo sie sich seither als C5-ECA zusammen mit drei Schwestermaschinen aus Saudia-Beständen befindet, eine weitere B777-268ER steht in SHJ. Besitzer der fünf Jets ist AeroBravo aus den VAE und bietet diese gemäss eigenen Angaben für Dry- und Wet-Lease-Optionen, aber auch für massgeschneiderte Charteroperationen an. Eine kurze Prüfung auf Flightradar24 lässt jedoch den Schluss zu, dass die Aktivitäten sich in ziemlich bescheidenem Rahmen halten. Saudi Arabian (Saudi Arabian Airlines) | |
Aus der litauischen Aeroflot-Division nach dem Zerfall der UdSSR hervorgegangen, stellte Lithuanian Airlines (später FlyLAL) in den ersten Jahren der Unabhängigkeit die Anbindung Litauens an die grossen europäischen Drehkreuze sicher, so auch nach Paris-CDG. Ihre sieben Saab 2000 waren am Pariser Grossflughafen mitunter fast die einzigen nicht strahlenbetriebene Flugzeuge. Die heute noch immer als SE-LOM bei der schwedischen Air Leap aktive, hier abgebildete LY-SBK hatte in ihrer dreissigjährigen Geschichte auch zwei schweizer Episoden: Ausgeliefert wurde sie im April 1996 als HB-IZS an Crossair, zudem stand sie ab Mai 2017 für eineinhalb Jahre mit der gleichen Kennung auch noch für SkyWork im Einsatz. | |
Die Rolle von VARIG im Interkontinentalverkehr ab Brasilien wurde ab der Jahrtausendwende immer mehr von TAM übernommen. Dafür beschaffte sich TAM Ende 1998 drei erste Airbus A330-223, darunter die PT-MVB. Bekanntlich fusionierte TAM 2016 mit der chilenischen LAN und bildet heute LATAM Airlines, wobei der brasilianische Ableger weiterhin mit eigenem AOC als LATAM Brasil aktiv ist. | |
Nordic Leisure, oder später auch Nordic Airways, war in den Nullerjahren mit einer aus mehreren MD-80 bestehenden Flotte im europäischen Charterverkehr aktiv. Nach der Betriebseinstellung 2009 trat Air Sweden die Nachfolge an und übernahm die hier abgebildete MD-81 SE-DMT. 2012 verschwand auch Air Sweden wieder, daraufhin wurde die SE-DMT in Stockholm Arlanda abgestellt und Jahre später, im Oktober 2023, verschrottet. Sie wurde übrigens im Oktober 1980 als HB-IND an Swissair ausgeliefert, wo sie bis November 1997 aktiv war. | |
Insgesamt sechs verschiedene Boeing 757-200 setzte Uzbekistan Airways ein, darunter die B757-231 VP-BUJ. Wie ihr Boeing-Kundencode verrät, wurde sie im September 1999 an TWA ausgeliefert und gelangte durch die Fusion zwei Jahre später in die Flotte von American Airlines. Ab Oktober 2004 war sie für den usbekischen Flagcarrier aktiv, 14 Jahre lang mit der Registration VP-BUJ und anb November 2018 als UK-75705. Anfang 2022 wurde sie wieder ins US-Register übertragen, wo sie die gleiche Kennung wie zu Beginn erhielt. Sie kehrte jedoch nicht mehr in den Betrieb zurück, sondern wurde in Blytheville, Arkansas abgestellt und verschrottet | |
Ein Bild aus Zeiten, in welchen Air Baltic noch hauptsächlich die nationale Fluglinie Lettlands war und als solche Riga mit den wichtigsten europäischen Destinationen verband. Zum Einsatz kamen dabei Boeing 737-300 und -500, zum Beispiel die B737-548 YL-BBF, welche ursprünglich 1990 an Aer Lingus ausgeliefert wurde und im Oktober 2004 zu Air Baltic kam. Interessanterweise hat sich das äussere Erscheinungsbild der Airline seither abgesehen von kleinen Anpassungen wie das Verschwinden der silbernen Triebwerksverschalungen und dem heute grösseren Schriftzug sowie der bis unter das Höhenruder gezogene Grünton nicht mehr verändert. | |
BAe 146-300 der Eurowings, wie die abgebildete D-AQUA, waren Mitte der Nullerjahre noch ein alltägliches Sujet an europäischen Flughäfen. Die deutsche Regionalfluggesellschaft betrieb zehn Stück und trennte sich erst 2010 von den letzten Exemplaren. Die D-AQUA, ursprünglich im September 1991 als HB-IXZ an Crossair ausgeliefert, verliess als drittletzte die Flotte und gelangte über Umwegen zu FlyTanzania als 5H-FTZ. Sie wurde 2015 in Dar es Salaam verschrottet. | |
Zu Beginn der Neunzigerjahre unter Mithilfe u.a. von Aer Lingus gegründet, war Futura International Airways fast zwei Jahrzehnte lang auf vielen europäischen Flughäfen ein regelmässiger Gast. Operiert wurde mit Boeing 737 verschiedener Varianten. Die B737-4K5 EC-JSS, ursprünglich im Mai 1989 an Hapag-Lloyd ausgeliefert, war zum Zeitpunkt der Aufnahme erst wenige Wochen Teil der Flotte von Futura. Sie trug zu Beginn Werbeaufschriften für die Kundenkarte des spanischen Kaufhausgruppe El Corte Inglés und erhielt erst später die volle Bemalung. Nach der Betriebseinstellung des spanischen Ferienfliegers wurde sie zum Frachter umgebaut und ist heute nach Stationen bei Solinair in Slowenien und West Atlantic UK bei Aerosucre in Kolumbien weiterhin aktiv. Futura (Futura International Airways) |
