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Zwischen Herbst 1991 und Frühjahr 1993 stellte LTU vier werksneue McDonnell Douglas MD-11 für ihre Langstreckenflotte in Dienst. Alle vier Einheiten wurden 1998 von Swissair übernommen, so etwa wurde die D-AERX später zur HB-IWT.

Holiday Air legte 1994 einen holprigen Start hin, nachdem ihre ersten beiden Flugzeuge, zwei gemietete A320, bereits nach wenigen Monaten vom Leasinggeber zurückgefordert wurden. 1995 kehrte Holiday Air mit einer der unverständlichsten Flottenpolitiken der Luftfahrtgeschichte auf den türkischen Chartermarkt zurück, mietete sie doch je eine einzelne Boeing 727-200, eine Boeing 737-200, eine Lockheed L-1011 TriStar 1, eine Tupolev 154M, eine Yakovlev 42D und einen Airbus A310-200 an. Lediglich vom Airbus A300 legte sie sich drei Exemplare zu, eine A300B2 und zwei A300B4-2C wie die TC-RAA. Im November 1996 stellte das verschuldete Unternehmen im Nachgang zum Absturz der Birgenair Boeing 757 vor der Dominikanischen Republik, der den Ruf türkischer Charteranbieter nachhaltig trübte, den Betrieb ein.

Das Holiday Air-Kleid steht der Boeing 727-230 Adv. TC-RAC gut, die aus Beständen der Vorgängerin TUR und der Lufthansa stammte. Sie ging nach ihrem kurzen Intermezzo bei Holiday Air als ZS-NZV zu Safair in Südafrika.

TC-RAC

c/n: 20792

s/n: 1023

Lukas Lusser 17.10.1995 DUS

Viva Air wurde 1988 als Gemeinschaftsprojekt von Lufthansa und Iberia gegründet, um den Zugang zum Urlaubsmarkt zu verbessern. Während zehn Jahren betrieb sie eine Flotte von 15 Boeing 737-300, hier die Boeing 737-36E EC-GBU, in einer im Stil des Malers Miró gestalteten Bemalung.

EC-GBU

(F-GNFD)

c/n: 26317

s/n: 2719

Lukas Lusser 5.10.1997 ZRH

Ägypten war ein fruchtbarer Boden für zahlreiche, oft kurzlebige Charterairlines. Zu den weniger bekannten unter ihnen gehörte Heliopolis Airlines, die den Betrieb 1996 mit einem einzigen Flugzeug aufnahm, der McDonnell Douglas MD-83 SU-ZCA. Bereits im Jahr 2000 wurde Heliopolis vom Reisekonzern Flash Group aufgekauft und unter der Marke Flash Airlines neu lanciert.

Das Kennzeichen des Airbus A300B2-1C TC-GTC verweist darauf, dass Air Anatolia aus der Vorgängerin GTI Airlines entstanden ist, die ab 1996 insgesamt drei A300 betrieb.

Aéro Lyon war eine Tochter des Reiseunternehmens Nouvelles Frontières, die sich darauf spezialisierte, mit DC-10-30 wie der F-BTDD ab regionalen Flughäfen Frankreichs Langstreckenflüge auf die Antillen und nach La Réunion durchzuführen.

Im europäischen Markt ersetzte European Aviation ihre BAC 1-11 bis zur Jahrtausendwende schrittweise mit gebrauchten Boeing 737-200, darunter etwa die von Sabena stammende Boeing 737-229 Adv. G-CEAD. Sie trägt das EAL European Airlines Logo, welches die European Aviation-Gruppe gerne bei ACMI-Einsätzen für andere Airlines nutzte.

Ab März 2000 setzte JMC Air als grösstes Muster in der Flotte zwei McDonnell Douglas DC-10-30 ein, darunter die G-LYON, die hier zufälligerweise gerade die bestens zur Kennung passende Destination Lyon Satolas auf einem saisonalen Skicharterflug bedient.

SkyJet Europe wurde 1991 in Belgien gegründet, um ab Charleroi weltweite Charterflüge durchzuführen. Da sie kein belgisches AOC erwerben konnte, wurde in Antigua eine Tochter gegründet, die anschliessend mit der DC-10-15 V2-LER für die Mutter flog. Durchgeführt wurden jedoch in erster Linie ad-hoc Charter und ACMI-Einsätze für andere Airlines, etwa für Saudia während der Hadj-Saison. Ihr Besuch am EuroAirport fand ebenfalls im Rahmen eines solchen Sublease statt, als sie für die griechische Galaxy Airlines einen Flug nach Heraklion durchführte.

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