Terminal 3 in Frankfurt in Betrieb - Terminal 2 für mehrere Jahre geschlossen

12.06.2026    Quelle: Fraport AG         

Nach jahrelanger Planung und rund elf Jahren Bauzeit ist das Terminal 3 des Flughafens Frankfurt seit dem 22. April 2026 in Betrieb. Seither sind die Airlines aus dem nördlich der beiden Pisten 07/25C und 07R/25L gelegenen Terminal 2 sukzessive in den Süden des Flughafens gewechselt. Es handelt sich dabei grösstenteils um Airlines aus den Allianzen Oneworld und SkyTeam. Oneworld ist in Frankfurt unter anderem mit American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Iberia, Japan Airlines und Royal Jordanian Airline vertreten. Bei den SkyTeam-Airlines handelt es sich um Air France, China Southern, Delta, KLM und Vietnam Airlines. Ebenfalls aus dem Nordosten des Flughafens auf das einst von den US-Streitkräften genutzte Gelände sind Airlines, die keiner Allianz angehören - Emirates und Etihad.

Schon während der Bauzeit des neuen Terminals gab es bei der geplanten Nutzung laufend Änderungen. Zeitweise wurde eine erhöhte Nachfrage von Billigairlines antizipiert. Wizz Air flog damals Frankfurt an und Ryanair war einige Monate lang sogar mit einer Basis in Frankfurt vertreten. Seither hat sich der Fokus allerdings wieder gewandelt. Der erste Flug am Terminal 3 war denn auch eine Boeing 787 von China Southern Airlines aus Shenyang - selbst bei Dunkelheit früh morgens standesgemäss mit einer Dusche von der Flughafenfeuerwehr begrüsst.

oben: Noch sind Ende Mai 2026 nicht alle Gates am Frankfurter Terminal 3 in Betrieb, als die JAL Japan Airlines Boeing 787-9 JA864J zu ihrem abendlichen Rückflug nach Tokyo am beinahe verwaist wirkenden Neubau vorbei startet. Inzwischen ist die zur One-World-Allianz gehörende Airline selbst vom bislang genutzten Terminal 2 ins neue Terminal 3 umgezogen (Lukas Lusser, Frankfurt, 22.5.26).

unten: Früh morgens um halb sechs wird die Boeing 787-9 B-1242 von China Southern Airlines als erste Maschine am Terminal 3 in Frankfurt begrüsst. Selbst in der Morgendämmerung geschieht dies standesgemäss mit einer Dusche der Flughafenfeuerwehr (Fraport AG, Frankfurt, 23.4.26).

Terminal 2 bis auf weiteres ausser Betrieb

Während im Süden des Flughafens eine neue Ära begonnen hat, steht im Terminal 2 nun eine jahrelange Renovation an. Wie es die Betreiberfirma Fraport AG formuliert, sind die Passagierströme im 1994 eröffneten Terminal 2 nicht mehr zeitgemäss. Die Infrastruktur muss von Grund auf erneuert werden. Man geht davon aus, dass das Terminal 2 nicht vor 2031 wieder in Betrieb gehen wird. Teilweise ist gar von einer Wiedereröffnung nicht vor 2035 die Rede. Entsprechend ist derzeit auch der Betrieb der alten Verbindungsbahn SkyLine vom Terminal 1 und den beiden Flughafenbahnhöfen her eingestellt. Stattdessen sollte zwischen dem Terminal 1 und dem Terminal 3 eine neue Bahn verkehren. Wie im vergangenen Jahr zu beobachten war, wurde diese Bahn sehr ausgiebig getestet, fällt nun aber just im falschen Moment aus. Anstelle der Verbindungsbahn verkehren Busse zwischen den Terminals, was etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Wo ab Ende der 1980er-Jahre das Terminal 2 entstanden war, befand sich ursprünglich das erste Empfangsgebäude des Frankfurter Flughafens. 1936 ging das erste Terminal dort in Betrieb und erwies sich nach dem kriegsbedingten Wiederaufbau schon bald als zu klein. Es wurde als zentraler Dreh- und Angelpunkt am Frankfurter Flughafen von der heute als Terminal 1 bekannten Neuen Empfangsanlage West (später auch Terminal Mitte genannt) abgelöst. Einen Bezug zu den 1930er-Jahren hat indes auch der Standort des vor ein paar Wochen neu eröffneten Terminal 3. Dort wurden in ihrer Blütezeit Zeppeline abgefertigt, denen damals die Zukunft des interkontinentalen Luftverkehrs hätte gehören sollen.

oben: Bis zur vollständigen Inbetriebnahme aller Gates im neuen Terminal 3 am Frankfurter Flughafen diente das Vorfeld des neuen Abfertigungskomplexes als Langzeit-Parkfeld für Langstreckenjets, die am Rhein/Main-Airport einen Daystopp oder eine Übernachtung einlegen, wie hier vier auf ihre nächsten Einsätze wartende Condor A330neo sowie ein über das Wochenende geparkte DHL/European Air Transport Boeing 777-Frachter illustrieren (Lukas Lusser, Frankfurt, 23.5.26).