Auch die Virgin-Gruppe stieg ab 1999 ins vermeintlich lukrative Feriencharter-Geschäft ein, indem sie die Tochter Virgin Sun lancierte. Mit drei A320-214 wie der G-VKID «Sundance Kid» und zwei A321-211 flog sie ab London Gatwick und Manchester Ringway nach Griechenland und Spanien. Angesichts der starken Konkurrenz wurde Virgin Sun schon im Herbst 2001 wieder aufgelöst.
Iberworld wurde 1998 durch die Iberostar-Gruppe als Auffanggesellschaft der kurzlebigen BCM Airlines gegründet. Neben Airbus A320-231 wie der EC-GUR kamen auch Airbus A310-300 zum Einsatz. Nachdem die Orizonia-Gruppe das Unternehmen übernahm, erfolgte 2011 die Umbenennung zu Orbest Airlines, unter der sie bis heute im ACMI-Bereich tätig ist.
In ihrer ursprünglichen Edelweiss-Bemalungsvariante, in der sie drei Wochen vor Entstehen dieser Aufnahme am 25.6.99 an die Ferienfluglinie ausgeliefert worden ist, präsentiert sich die werksneue A320-214 HB-IHZ den Gästen auf der Zuschauerterrasse des Fingerdocks B.
Der Airbus A320-214 9A-CTF wurde im Mai 1997 in der ursprünglichen Bemalung der Croatia Airlines ausgeliefert. Ursprünglich hätte er an die zwischenzeitlich in Air France integrierte Inlandfluglinie Air Inter ausgeliefert werden sollen. Stattdessen wurde er zunächst für ein Jahr an Sudan Airlines vermietet, bevor er als erste Einheit von insgesamt fünf Airbus A320 zu Croatia Airlines stiess.
Im Sommerflugplan 1996 wechselte Gulf Air das eingesetzte Fluggerät auf ihrer zweimal wöchentlich angebotenen Verbindung nach Zürich aufgrund der wachsenden Konkurrenz durch Emirates von der Boeing 767-300ER auf die kleineren Airbus A320-212 wie die A4O-EI. Für die A320ceo stellte der Flug von Mitteleuropa in die Golfregion eine echte Herausforderung dar, die nur mit einer Kapazitätsbeschränkung zu bewältigen war. So verwundert es nicht, dass die Verbindung zum Ende der entsprechenden Flugplanperiode ganz eingestellt wurde.
Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, der Mainline-Mix: Der Airbus A320-212 der Northwest Airlines, hier die 1992 gebaute N338NW, wurden bereits in der neuen Bemalung mit dem roten Kabinendach ausgeliefert. Die N338NW fliegt übrigens als eine der ältesten A320 weltweit auch Ende 2024 noch. Sie steht bei Delta Airlines im Dienst, seit diese Northwest Airlines im Jahr 2010 übernommen hat.
Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, der Mainline-Mix: America West war einer der frühesten A320-Nutzer in den USA, wobei die ersten Einheiten eigentlich für die in Konkurs gegangene Braniff Airline vorgesehen waren, so auch die A320-231 N632AW, mit Baunummer 081 ein sehr frühes Kind der A320-Familie.
Bis zum flächendeckenden Anschluss aller französischen Regionen an das TGV-Hochgeschwindigkeitnetz der französischen Bahn sorgt Air Inter mit einem dichten Inland-Flugnetz für den Anschluss nach Paris. In den letzten Jahren vor ihrer Integration in Air France und der Einstellung zahlreicher Inlandrouten modernisiert Air Inter ihre Flotte noch mit Jets der A320-Familie wie dem Airbus A320-211 F-GJVF.
Das einzige Motiv vom Bündelitag 1993, das mehr als 30 Jahre später in beinahe gleicher Form noch angetroffen werden kann, zeigt sich in Form des Airbus A320-211 TS-IMD der Tunisair. Zwar ist der genannte Airbus mit Baujahr 1991 seit Januar 2019 an seiner Heimatbasis abgestellt, doch betreibt die nordafrikanische Airline nach wie vor acht A320ceo in einer unveränderten Bemalung.
Cyprus Airways gehörte zu den ersten Betreibern des frisch auf dem Markt erschienenen Airbus A320. Sie war gar die erste Airline, die mit dem VAE2500-Triebwerk ausgerüstete A320-231 nach Zürich brachte, hier die 5B-DAW, während Air France, British Airways und Lufthansa bereits einige mit CFM56-Triebwerken ausgestattete A320-211 betrieben und diese sporadisch nach Zürich einsetzten.