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Mit dem Airbus A320-211 F-GYAI entstand im Winter 2005/06 ein letztes Angebot von Point Afrique. Die von Air Méditerranée gemietete Maschine startete jeweils ab Basel-Mulhouse nach Marseille, von aus mit weiteren A321 derselben Airline die Passagiere nach Afrika verteilt wurden. Ab 2012 war der A320 unter griechischer Flagge bei Air Méditerranées Tochterunternehmen Hermes Airlines unterwegs, zuletzt bis Ende Sommer 2014. Seither befindet er sich in Hahn abgestellt.

Volare Airlines wurde 1997 gegründet und war zunächst im Charter- und später auch im Linienverkehr tätig. Im Zuge der Terroranschläge vom 11. September 2001 und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen für die Luftfahrtindustrie entschied man sich für einen Strategiewechsel und trat ab Februar 2003 als Lowcoster unter dem Namen Volareweb auf. Nebst der eigenen Flotte wurde auch auf eingemietetes Fluggerät zurückgegriffen, so beispielsweise der Airbus A320-232 SX-BVC der griechischen Hellas Jet, welcher sich an diesem sonnigen Tag Anfang April im Anflug auf Orly zeigte.

SX-BVC

c/n: 2016

Francesco Frasa 7.4.2006 ORY

Auch schon bald in Vergessenheit geraten dürfte BMI, oder British Midland Airways, wie sich die britische Fluggesellschaft Jahrzehnte lang nannte. Zur damaligen Flotte gehörten elf Airbus A320-232. Viele davon wurden nach der Integration in British Airways 2012 gleich mit übernommen, nicht jedoch die hier abgebildete G-MIDZ. Die im Januar 1999 direkt ab Werk übernommene Maschine verliess die Flotte bereits im Sommer 2009 und stand anschliessend noch 10 Jahre bei TAME in Ecuador im Einsatz, bevor sie in Marana parkiert wurde.

Im März 1991 an Ansett ausgeliefert, gelangte der Airbus A320-211 mit Baunummer 157 2003 über Umwege zu Nouvelair Tunisie, welche ihn sogleich an Afriqiyah Airways weiter vermietete. Im September 2006, wenige Monate nach dieser Aufnahme, gab die libysche Airline den Zweistrahler zurück nach Tunesien, dieser wurde dort jedoch gar nicht mehr eingesetzt, sondern an Ural Airlines nach Russland veräussert. Als VP-BQZ stand er dort noch bis Februar 2015 im Einsatz und wurde anschliessend in Lourdes verschrottet.

Die ersten 21 gebauten Airbus A320, ausgeliefert zwischen Februar 1988 und Dezember 1989, unterschieden sich von ihren Nachfolgemodellen äusserlich lediglich durch die fehlenden Wingtips. Sie waren zudem mit kleineren Treibstofftanks ausgestattet und ihr maximales Abfluggewicht lag tiefer. Von dieser so genannten A320-100-Version übernahm Air France acht Stück. Fünf Einheiten sicherte sich British Airways, welche noch auf eine Bestellung der zwischenzeitlich integrierten British Caledonian Airways zurückgingen. Die weiteren sieben Exemplare (mit Ausnahme des Prototyps mit Baunummer 1, welcher bei Airbus blieb) gingen an Air Inter, darunter auch der A320-111 F-GGEB. Als Air Inter 1997 in Air France aufging, kamen diese, abzüglich der bei einem Unglück in den Vogesen verlorenen F-GGED, ebenfalls in Besitz von Air France.

Die heutige Air Corsica nannte sich im März 2006 noch CCM Airlines, wobei CCM für Compagnie Corse Méditerranée stand. Damals wie heute stellte sie die Anbindung an die französische Mittelmeerinsel Korsika auf dem Luftweg sicher. Nebst mehreren ATR wurden zu diesem Zweck auch zwei A320-214 betrieben, welche praktisch täglich auf der Rennerstrecke nach Paris Orly zum Einsatz kamen. Auch hinter der abgebildeten F-GYFL verbirgt sich ein kleines Stück schweizer Luftfahrtgeschichte, wurde der Zweistrahler doch im September 1995 als HB-IJC an Swissair ausgeliefert. Heute steht er übrigens am Flughafen Hahn als Übungsflugzeug mit der fiktiven Registration D-ABWH.

F-GYFL

c/n: 548

Francesco Frasa 10.2.2006 ORY

Am 16. Oktober 1989 lieferte Airbus Industrie mit der D-AIPA «Buxtehude» den ersten von inzwischen über 140 A320 an Lufthansa aus. Am 29. Mai 2019 führte sie ihren letzten kommerziellen Flug für den Kranich durch, als sie von Brüssel nach Frankfurt zurückkehrte. Mit 71'400 Flugstunden und 56'982 Landungen wurde sie anschliessend in Sofia abgebrochen. Hier startet die Urahnin der LH-A320-Familie mit der kürzlich für die bevorstehende Fussball-WM 2006 angebrachten «Fussball-Nase» zum Rückflug von Zürich nach Frankfurt.

D-AIPA

c/n: 069

Lukas Lusser 25.11.2005 ZRH

Auch Swiss International Air Lines versuchte sich für kurze Zeit als Player im Chartermarkt. Für die eigens gegründete Marke Swiss Sun wurden drei Airbus A320-214 HB-IJU, IJV und IJW nachbestellt und während zwei Jahren zu Ferienzielen betrieben. Mit dem Einstieg der Swiss bei Edelweiss erübrigte sich der eigenständige Betrieb einer Urlaubsmarke.

Nach der Fusion mit der Skandinavischen Premiair trat die frühere Airtours International ab 2002 unter der neugeschaffenen Marke MyTravel Airlines auf. Zugleich wurde eine auffällige Bemalung in orange und blau eingeführt, wie sie hier der Airbus A320-231 G-CRPH zeigt.

Auch die Virgin-Gruppe stieg ab 1999 ins vermeintlich lukrative Feriencharter-Geschäft ein, indem sie die Tochter Virgin Sun lancierte. Mit drei A320-214 wie der G-VKID «Sundance Kid» und zwei A321-211 flog sie ab London Gatwick und Manchester Ringway nach Griechenland und Spanien. Angesichts der starken Konkurrenz wurde Virgin Sun schon im Herbst 2001 wieder aufgelöst.

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