Nach einem Rekordjahr 2025 ist der Flughafen Zürich zu Beginn des Jahres 2026 weiterhin auf Wachstumskurs geblieben. Mit dem Ausbruch der Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran ist es aber zu anhaltenden Störungen im Luftverkehr zwischen Europa, dem Mittleren Osten und Asien gekommen, die ihren Tribut in der Passagierstatistik fordern dürften. Knapp einen Monat vor Beginn des Irankrieges stellte Emirates die Bedienung von Zürich wieder auf zwei tägliche A380-Rotationen um und setzte auf dem Mittagskurs neu ihre A380 mit Premium Economy in einer Vier-Klassen-Kabine ein, darunter die mit einer Sonderbemalung der NBA National Basketball Association der USA versehene A6-EOD.
Die Embraer RJ-135BJ Legacy 600 HP-1A der Regierung Panamas gehört bereits seit 2010 zu den regelmässigen WEF-Besuchern. In der Regel glänzt sie aber durch Ankünfte und Abflüge während der Nachtstunden, so dass ihr diesjähriger Start am Donnerstag Nachmittag für viele Fotografen eine willkommene Gelegenheit bot, sie aktiv abzulichten.
WEF ist, wenn sich die A319-112 A-1102 und die Gulfstream 450 J-756 der Pakistanischen Luftwaffe gemeinsam den Fotografen präsentieren. Der Versuch, ein gleichartiges Bild in ihrem Heimatland zu machen, dürfte äusserst riskant und wesentlich folgenreicher sein als der zufällige Schnappschuss vor dem Parkhaus 6 in Kloten.
Wohl zum letzten Mal nutzte die ägyptische Delegation für ihre Anreise ans World Economic Forum 2026 den Regierungs-Airbus A340-212 SU-GGG, der eigentlich bereits durch die ursprünglich für Lufthansa gebaute, von dieser aber nie übernommene Boeing 747-830 SU-EGY hätte ersetzt werden sollen. Da die Ausstattungsarbeiten am neuen Staats-Flaggschiff aber noch nicht abgeschlossen werden konnten und der Jumbo Jet immer noch in Hamburg weilt, kam der 1995 gebaute, seltene kleine A340-200 der Arab Republic of Egypt nochmals zu Ehren - erfreulicherweise lockerte sich rechtzeitig für den Positionierungsflug zum Parken nach Genf Cointrin sogar der hartnäckige Hochnebel.
Die für die indische VSR Ventures betriebene Embraer RJ-135BJ Legacy 600 T7-VRS zählt ebenfalls zu den Visitors des World Economic Forum 2026. Trotz ihrer Immatrikulation im Register des Kleinstaats San Marino ist sie ein eher seltener Gast auf europäischem Boden.
Während die US Air Force im Vorfeld der Reise des Präsidenten an das World Economic Forum den Zürcher Flughafen teilweise mit bis zu fünf McDonnell Douglas C-17A Gllobemaster III pro Tag (!) ansteuerte, war der Beitrag der US Navy mit der aus Neapel kommenden Fairchild-Swearingen C-26D Metroliner 91-0502 um mehrere Grössenordnungen bescheidener. Dennoch zog der Commuter-Oldie mit Baujahr 1992 die Aufmerksamkeit zahlreicher anwesender Spotter auf sich, liegt doch die Blütezeit des Metroliners in Zürich mittlerweile über 40 Jahre zurück: In der ersten Hälfte der 1980er Jahre waren Crossair in ihren Anfangszeiten und Delta Air aus Friedrichshafen täglich mehrfach mit dem Muster in Zürich aktiv.
Mit der HB-IHA «Chäserrugg» steht seit Mitte Januar 2026 bereits die vierte von sechs zulaufenden Airbus A350-941 der Edelweiss Air im Planeinsatz. Ihre erste Rotation führte sie am 11.1.26 nach Tampa, gefolgt von einem Flug nach Puerto Plata am 15.1.26.
Wegen der kriegsbedingten Streichung der Flüge nach Dubai und Tel Aviv nutzt Swiss eine der dadurch frei werdenden A330, um kurzfristig eine zweite Verbindung nach Delhi anzubieten, mit der Reisende aus Indien die Hubs im mittleren Osten umgehen können. Im Bild stellvertretend der Airbus A330-343 HB-JHC, der seit Dezember 2025 als erster seiner Art bei Swiss die Lufthansa Group-Aufschriften erhalten hat.
Ab Winterflugplan 2026/27 wird der Airbus A321neo LR für Etihad Airways zum Normalfall auf ihrer Zürich Strecke. Ab 26.10.26 werden voraussichtlich alle drei täglichen Flüge ausschliesslich mit A321-251NX LR wie der A6-LRD bedient.
Der neueste Airbus A320-214 in der Flotte der Edelweiss, die im November 2025 aus Swiss-Beständen übernommene HB-JLQ, trägt nicht nur die neuen Farben der Ferienairline, sondern hat als erste A320 der Edelweiss auch die schwarze «Waschbär»-Maske über den Cockpitfenstern erhalten, wie sie seit der Einführung der Airbus A320neo-Familie bereits bei vielen Airlines Standard ist.