Die Boeing 777-222 mit dem passenden Kennzeichen N777UA war das erste Exemplar des populären Grossraumjets, der an einen Kunden ausgeliefert wurde. Sie wurde am 15. Mai 1995 an United Airlines übergeben und ging auch als erste Boeing 777 in den kommerziellen Einsatz, als sie am 7. Juni 1995 den Linienkurs von Washington Dulles nach London Heathrow flog.
Nur knappe dreieinhalb Jahre war die Boeing 777-236 TR-KPR tatsächlich für die Republik Gabun im Einsatz - von Juni 2012 bis im Januar 2016. Innerhalb dieser Zeit wurde sie bereits einmal in Paris von den Behörden stillgelegt. 2016 kam sie schliesslich in Basel an, wo Unterhaltsarbeiten durchgeführt wurden, dem Vernehmen nach jedoch ohne adäquate Bezahlung. Letztlich verliess die Maschine Basel-Mulhouse erst im Mai 2026 unter dem Kennzeichen N775DB mit Ziel San Bernardino in den USA.
Von Air France's ursprünglich 25 Boeing 777-228ER sind Stand Februar 2025 noch 18 aktiv. Dazu gehört auch die hier im Anflug auf New York-JFK abgebildete F-GSPU, welche im Februar 2002 übernommen wurde.
Als vierte Maschine ihres Typs nahm British Airways die Boeing 777-236ER G-VIID im Februar 1997 in die Flotte auf und betreibt den Zweistrahler bis heute.
Asiana Airlines übernahm die Boeing 777-28E(ER) HL7597 im August 2001 direkt ab Werk und setzte sie bis Ende 2017 ein. Der Zweistrahler ging anschliessend an Ukraine International Airlines weiter, welche ihn als UR-GOC bis zum Beginn der COVID-19-Pandemie im März 2020 betrieb. Seither ist er im spanischen Teruel abgestellt.
China Cargo Airlines, deren Boeing 777-F6N B-2076 hier gerade am Findel gelandet ist, ist eine gemeinsame Frachttochter der China Eastern Airlines und der Reederei China Ocean Shipping. Sie setzt mittlerweile nicht mehr auf Luxemburg, sondern baut ihre Präsenz in Liège aus.
Saudia, oder Saudi Arabian Airlines, wie der Flagcarrier des saudischen Königreichs zwischenzeitlich hiess, gehört zu den frühen Betreibern der "Triple Seven" und erhielt zwischen Dezember 1997 und August 2001 23 Boeing 777-268ER. Als erstes Exemplar stiess die HZ-AKA, Seriennummer 98, zur Flotte und stand dort fast 20 Jahre lang im Einsatz, bevor sie im März 2019 in Riad abgestellt wurde. Nach über fünf Jahren Stillstand wurde sie im November 2024 nach Fujairah transferiert, wo sie sich seither als C5-ECA zusammen mit drei Schwestermaschinen aus Saudia-Beständen befindet, eine weitere B777-268ER steht in SHJ. Besitzer der fünf Jets ist AeroBravo aus den VAE und bietet diese gemäss eigenen Angaben für Dry- und Wet-Lease-Optionen, aber auch für massgeschneiderte Charteroperationen an. Eine kurze Prüfung auf Flightradar24 lässt jedoch den Schluss zu, dass die Aktivitäten sich in ziemlich bescheidenem Rahmen halten.
Insgesamt sechs verschiedene Boeing 757-200 setzte Uzbekistan Airways ein, darunter die B757-231 VP-BUJ. Wie ihr Boeing-Kundencode verrät, wurde sie im September 1999 an TWA ausgeliefert und gelangte durch die Fusion zwei Jahre später in die Flotte von American Airlines. Ab Oktober 2004 war sie für den usbekischen Flagcarrier aktiv, 14 Jahre lang mit der Registration VP-BUJ und anb November 2018 als UK-75705. Anfang 2022 wurde sie wieder ins US-Register übertragen, wo sie die gleiche Kennung wie zu Beginn erhielt. Sie kehrte jedoch nicht mehr in den Betrieb zurück, sondern wurde in Blytheville, Arkansas abgestellt und verschrottet
Ende der 90er beschaffte sich China Southern Airlines fünf Boeing 777-21B/ER, eine weitere Einheit stiess 2004 hinzu. Die B-2062 und ihre Schwestermaschinen kamen unter anderem nach Paris-CDG zum Einsatz. Die kurzen Triple Seven verliessen Mitte der 2010er Jahre die Flotte, während längere B777-300ER übernommen wurden, welche bis heute im Dienst stehen. Die B-2062 flog danach noch wenige Jahre als VP-BJB bei Nordwind weiter, ehe sie im Juni 2017 in Goodyear abgestellt wurde.
Auf der Langstrecke betrieb Air France im Frühling 2006 25 Boeing 777-228ER, von denen heute noch 18 aktiver Teil der Flotte sind. Dazu gehört auch die F-GSPZ, die im Mai 2002 als letzte Einheit übernommen wurde.